Zeiterfassung von Überstunden

Zeiterfassung von Überstunden

Der Mitarbeiter hat in der Regel je nach Vereinbarung mehrere Möglichkeiten, angefallene Überstunden zu konsumieren. Überstunden sind jene Zeiten, welche über das Ausmaß der täglichen und wöchentlichen Sollzeit hinausgehen.

 

Maximale Anzahl an Überstunden

In der Regel beträgt die maximal zulässige Menge an Überstunden bei einer Vollzeitkraft 10 Stunden pro Woche und 60 Stunden im Jahr. Mittels Kollektivvertrag beziehungsweise durch eine Betriebsvereinbarung kann diese Menge jedoch höher sein.

 

Überstunden in den Lohn weitergeben

Die einfachste Art, Überstunden in der Zeiterfassung zu erfassen ist sie auf Überstundenkonten zu sammeln und am Ende des Monats in den Lohn zu exportieren. Im Lohnprogramm findet dann die Verknüpfung mit einem Betrag vollzogen.

 

Überstundenpauschale

In vielen Unternehmen ist es Usus, eine Überstundenpauschale für den Mitarbeiter zu definieren. Alle Stunden, welche im Ausmaß dieser Pauschale liegen werden nicht weiter bewertet. Übliche Pauschalen liegen bei einem Wert von 10 – 20 Stunden pro Monat. Stunden, welche über diesem Pauschalwert liegen, werden dann entweder zur Auszahlung freigegeben oder dem Zeitguthaben zugebucht.

 

Überstunden in Zeitguthaben umwandeln

Überstunden werden in manchen Fällen nicht zur Auszahlung freigegeben, sondern auf ein Zeitguthaben gebucht um dann wieder als Zeitausgleich abgebaut werden zu können. Es ist je nach Vereinbarung möglich, dass die Stunden 1 zu 1 oder auch dem Überstundenkonto entsprechend 1 zu x aufgewertet übertragen werden. Es ist beispielsweise eine 50% Überstunde mit 1,5 auf das Zeitguthaben zu buchen.

 

Sonderfälle von Überstunden

Das Einkommenssteuergesetz besagt im §68/2 dass pro Monat bis zu 10 Stunden auf angefallenen 50% steuerfrei bleiben dürfen. Dies ist für die Auszahlung relevant und sollte im Zeiterfassungsprogramm so eingegeben sein, um eine korrekte Übergabe an den Lohn zu gewährleisten.

 

Zusammenfassung: Überstunden sind sehr vielfältig gestaltbar – der Mitarbeiter sollte sich auf jeden Fall die vertraglich festgelegten Begebenheiten ansehen, damit es nich später zu Diskussionen kommt.

 

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