GeCOTime: Zeiterfassungssystem für Österreich

Zeiterfassung in der heutigen Arbeitswelt

Ist eine Zeiterfassung für die Bedürfnisse der heutigen Arbeitswelt geeignet?

Hat „925“ in unserer Arbeitswelt noch Gültigkeit? Das klassische „nine to five“ Modell, arbeiten von neun Uhr morgens bis fünf Uhr nachmittags, wird mit den heutigen Anforderungen an die Arbeitsweilt und Möglichkeiten diese Arbeit umzusetzen immer mehr obsolet. Die Arbeitsgesellschaft verlangt nach flexiblen Dienstzeiten und Arbeitszeitmodellen. Das bringt neue Herausforderungen.

Das Thema Dienstzeit ist neben dem Gehalt das sicher heikelste Thema in der Arbeitswelt. Viele Dienstnehmer wissen zum Thema Arbeitszeit nicht über ihre Rechte und Pflichten Bescheid. Das Arbeitszeitgesetz (AZG) regelt u.a. wie lange Arbeitnehmer pro Tag und pro Woche arbeiten dürfen. Ergänzt wird die Regelung durch die Kollektivverträge (ca. 860 in Österreich) und Betriebsvereinbarungen. Ca. 95% aller Arbeitsverhältnisse unterliegen den Kollektivverträgen.

Die Arbeitszeitregelung ist ein unüberschaubarer Berg an Bestimmungen. Unterschiedliche Arbeitnehmer haben unterschiedliche Regelungen. Was für den einen gilt, gilt für den anderen noch lange nicht!

Welche Herausforderungen gibt es?

Erreichbarkeit: Ein Problem, die fast alle Arbeitnehmer betrifft, ist die dauernde Erreichbarkeit. Über Handy bzw. Email am Handy ist man permanent „online“. Schnell wird zu Hause eine Email beantwortet oder ein beruflicher Anruf entgegengenommen bevor man zum Arbeitsplatz fährt. Das stellt neue Anforderungen an die Arbeitszeitregelung: z.B. wann beginnt meine Arbeitszeit? Das Schreiben einer dienstlichen Email ist Arbeitszeit, ein berufliches Telefonat ist Dienstzeit. Beides muss in der Zeitaufzeichnung dokumentiert werden. Professionelle Zeiterfasser bieten eine APP, die mit dem Zeiterfassungssystem im Unternehmen gekoppelt ist. Damit ist die Aufzeichnung kein Problem. Anmerkung: Teilweise drehen Unternehmen ihre Mailserver zu bestimmten Zeiten ab, damit Mitarbeiter keine Emails erhalten und somit keine Arbeit im priv. Bereich anfällt

Vernetzung: Im privaten Bereich werden Arbeiten fürs Unternehmen erledigt. Wird umgekehrt im Unternehmen privates erledigt? Immer wieder tappen Dienstnehmer in die Falle. Das erledigen von privaten Angelegenheiten während der Arbeitszeit ist oft nur einen Mausklick entfernt. Selbst wenn das Benutzen des vom Unternehmen zur Verfügung gestellte Internets im Unternehmen erlaubt ist und ein private Email oder eine private Bestellung schnell erledigt ist, kann das fatale Folgen haben. Wird die private „Surf-Zeit“ nicht ausgestempelt also als Dienstzeit geschrieben, ist das rechtlich gesehen Betrug am Unternehmen und ein berechtigter Kündigungsgrund. Das bedeutet Arbeitszeit zu schreiben und dabei private Tätigkeiten zu verrichten. Experten raten, privates Surfen, Telefonate, etc. in der Pause durchzuführen.

Überstunden: Oft reicht die tägliche Dienstzeit für die Verrichtung des täglichen Arbeitsaufwandes nicht mehr aus. Ca. 30% der Dienstnehmer machen regelmäßig Überstunden. Je nach Dienstverhältnis müssen Überstunden in Österreich vom Dienstgeber angeordnet werden. Im EU Durchschnitt arbeiten Dienstnehmer 40,4 Std pro Woche. Österreichische Dienstnehmer liegen im Ranking hinter England und Portugal an dritter Stelle mit 41,5 Arbeitsstunden pro Woche. Österreichweit sind das ca. 250 Millionen Überstunden pro Jahr. Wichtig ist, dass diese Überstunden ordentlich dokumentiert werden. Diese Aufzeichnungen sind wichtig, wenn z.B. nach Beendigung eines Dienstverhältnisses noch Überstunden offen sind. Anmerkung: Im Streitfall hat der ehem. Dienstnehmer 3 Monate Zeit die Überstunden schriftlich geltend zu machen.

Homeoffice: Arbeiten von zuhause. Einige Unternehmen bieten Gleitzeit ohne Kernzeit an. Das bedeutet, dass der Mitarbeiter arbeiten kann wann er will. Er muss die ihm gestellten Arbeiten erledigen. Das verlangt ein großes Vertrauen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. der Begriff Dienstzeit bekommt eine neue Variante: neben der Arbeit kann auch gleichzeitig privates erledigt werden. Z.B. beim Telefonieren mit einem Kunden über Headset kann die Waschmaschine eingeschalten werden. Ist das nun Arbeitszeit oder Privatzeit?