Beiträge

Mehrschichtmodelle in der Zeiterfassung

Mehrschichtmodelle in der Zeiterfassung

Um Maschinen und Anlagen optimal ausnutzen zu können ist es oft notwendig, die Mitarbeiter in Schichten arbeiten zu lassen. Lässt sich das in der Zeiterfassung darstellen?

Viele Unternehmen bedienen sich des Dreischichtbetriebes mit einer Früh-, einer Spät- und einer Nachtschicht. Bei einer 38,5 Stunden Woche mit einer Sollzeit von 8 Stunden plus der 30 Minuten Pause führt das zu Überschneidungen der Schichten und somit der Arbeitszeiten. Die Überschneidung kann gewollt sein um eine reibungslose Übergabe der Maschinen sicherzustellen. Ist die Überschneidung nicht gewünscht oder bei Arbeitsplätzen die nur von einer einzelnen Person bedient werden müssen, ist die Überschneidung problematisch. Wenn noch dazu eine Auslastung an den Wochenenden erstellt werden führt das rein rechnerisch dazu, dass mehr Personal zur Verfügung stehen muss als Arbeitsplätze vorhanden sind.

Dafür gibt es Abhilfe: Wir sprechen von Mehrschichtmodellen mit unterschiedlichen freien Tagen. Hierbei ist aber zu beachten, dass die Wochenarbeitszeit auch bei Schichtarbeit im Durchschnitt 40 Wochenstunden betragen muss. In einem Durchrechnungszeitraum von maximal 8 Wochen kann die Wochenarbeitszeit, je nach Kollektivvertrag bis zu 50 Stunden, mit einer Betriebsvereinbarung auf bis zu 56 Stunden pro Woche erweitert werden.

Bei einem Vier-Wochenrhythmus mit sechs Tagen Arbeit kann hier eine schöne Abdeckung, auch für die Wochenenden, gemacht werden. In der vierten Woche gibt es bei diesem Modell vier freie Tage.

mehrschichtmodell

Bei einem wie oben beschriebenen Schichtmodell kann durch Angabe der Schichtwoche der richtige Einstieg ins Schichtrad bewerkstelligt werden. Dadurch benötigen wir nicht Vier-Schichtmodelle mit unterschiedlichem Beginnschichten sondern nur das Modell mit dem richtigen Startdatum. Das Modell wird individual im Personalstamm hinterlegt.

Der Vier-Wochenrhythmus kann in der Realität nicht sod „starr“ angewendet werden. Durch Krankenstand oder andere Ausfallsgründe ist mehr Flexibilität gefordert. Um den ANsprüchen gerecht zu werden gibt es eine besondere Funktion. Die einzelnen Schichten werden anhand der gebuchten Beginnzeit oder der gebuchten Endezeit automatisch ausgewählt. Dadurch kann sehr flexiebel auf Unterbesetztung in einzelnen Schichten reagiert werden ohne dass manuell eingegriffen werden muss. Bei dieser Variante muss jedoch bedacht werden, die Ruhezeiten der Mitarbeiter zu überwachen um einer Ruhezeitverletzung vorzubeugen. Auch bei Schichtarbeiten muss die tägliche Ruhezeit von 11 Stunden eingehalten werden!

 

Diese Themen könnten Sie auch noch interessieren:

Schichtplanung in der Zeiterfassung

Durchrechnungszeiträume in der Zeiterfassung