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Was versteht man unter dem Arbeitszeitmodell und wie wirkt es sich auf die Zeiterfassung aus?

ARBEITSZEITMODELL

Wer versteht was unter diesem Begriff?

 

Obwohl der Begriff „ARBEITSZEITMODELL“ im österreichischen Arbeitsrecht (Arbeitszeitgesetz) nicht vorkommt, wird er in der Öffentlichkeit, vor allem in den Diskussionen der Sozialpartner und politischer Gruppierungen oft verwendet.

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Vorsicht bei Überschreitung der Höchstarbeitszeit!

Vorsicht bei Überschreitung der Höchstarbeitszeit!

Im Österreichische Arbeitszeitgesetz (AZG) sind umfangreiche Regeln u.a. zu Obergrenzen von Arbeitszeiten geregelt. Zum Beispiel beträgt die tägliche Höchstarbeitszeit inklusive Überstunden zehn Stunden pro Tag. I.d.R. dürfen ArbeitnehmerInnen diese Grenze nicht überschreiten.

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Bei vorübergehendem besonderem Arbeitsbedarf darf die tägliche Arbeitszeit vorübergehend auf maximal 12 Stunden ausgeweitet werden. Dazu gibt es genaue gesetzliche Bestimmungen! Werden diese Regeln nicht befolgt drohen hohe Strafen. Das AZG sieht vor, dass diese Strafen immer den/die GeschäftsführerIn persönlich treffen und nicht das Unternehmen. Die Höhe der Strafe kann in den sechsstelligen EUR Bereich gehen.

Wie kann dem vorgebeugt werden?

erfolgMit Hilfe einer onlinefähigen Zeiterfassung werden tägliche und wöchentliche Arbeitszeiten so erfasst und ausgewertet, dass bereits rechtzeitig vor Erreichen einer gesetzlichen oder durch Kollektivvertrag oder Betriebsvereinbarung festgelegten Obergrenze „Alarm“ ausgelöst wird. Dies erfolgt z.B. durch eine E-Mail an betroffene MitarbeiterInnen und/oder Vorgesetzte. Damit kann rechtzeitig reagiert werden!

Einige Bestimmungen zur Höchstarbeitszeit:

  • Täglich maximal 10 Stunden
  • Wöchentlich maximal 50 Stunden
  • Durchschnittlich 48 Stunden wöchentliche Arbeitszeit in einem Durchrechnungszeitraum von 17 Wochen.
  • etc.

Einige Bestimmungen zur Ausweitung der Arbeitszeitobergrenzen:

  • Es muss ein vorübergehender besonderer Arbeitsbedarf vorliegen.
  • Es droht ein unverhältnismäßiger wirtschaftlicher Schaden, wenn diese Überstunden nicht geleistet werden.
  • Andere Maßnahmen sind nicht zumutbar.
  • Der/die ArbeitgeberIn muss mit dem Betriebsrat eine Betriebsvereinbarung abschließen.
  • etc.