BRAUCHT MAN TERMINALS FÜR ZEITERFASSUNG?

PROJEKT- ZEITERFASSUNG

PROJEKT- ZEITERFASSUNG Mehr als nur die Anwesenheit erfassen?

 

Mit einer guten, EDV gestützten Zeiterfassung können auf einfache Weise viele, für das Unternehmen wertvolle Zusatzinformationen ermittelt und ausgewertet werden.

„Zeiterfassung“ wird oft auch als Personalzeiterfassung oder Anwesenheitszeiterfassung bezeichnet. Diese Begriffe gehen auf das ursprüngliche Wesen der Stechuhr zurück, denn es geht um die Erfassung und Auswertung der An- und Abwesenheiten von Mitarbeitern. Viele Unternehmen wollen aber die vorhandenen Systeme auch zur Auswertung weiterer Informationen nutzen.

Natürlich ist für Industrie- und Fertigungsunternehmen unter der Bezeichnung BDE – Betriebsdatenerfassung die Zuordnung der Arbeitszeiten von Mitarbeitern zu Prozessen im Herstellungsablauf ein zentrales Thema. Hier geht es vor allem darum den tatsächlichen Arbeitszeitaufwand für einzelne Vorgänge im Fertigungsprozess zu erfassen und um Qualitätsdaten wie z.B. Produktionsmengen, Ausschussmengen, Maschinenzeiten, Rüstzeiten etc. zu ergänzen. Diese Information wir für die Qualitätskontrolle, Nachkalkulation und für die Kontrolle des Fortschritts von Fertigungsprozessen (Rückmeldesystem) benötigt. BDE-Systeme sind sinnvollerweise mit der „Anwesenheitszeiterfassung“ verknüpft um unnötige Redundanzen oder Schnittstellen zu vermeiden. Entsprechende Softwareprogramme erfordern eine sehr komplexe und flexibel skalierbare Funktion, die weit über das Erfassen der reine Kommen- und Gehen-Zeiten hinausgeht.

Auch Unternehmen, oder Abteilungen, die nichts mit der Fertigung oder Herstellung von Gütern zu tun haben können aus einem Zeiterfassungssystem zusätzliche Informationen kaufmännisch nutzen. Egal, ob es sich um Grundlagen für die Verrechnung von Arbeitszeiten oder um Kontroll- oder Kalkulationszwecke handelt.

Moderne Zeiterfassungssysteme sollten die Möglichkeit bieten die Zeitdaten um variable Qualitätsdaten, wie z.B. Kostenstellen, Projektnummern oder Auftragsnummern oder ähnliches zu ergänzen. Im betriebswirtschaftlichen Sinn bezeichnet man solche Zusatzinformationen als Kontierung von Anwesenheitszeiten. Ob es sich dabei um interne Projekte, Kundenprojekte, Aufträge oder sonst etwas handelt ist für das System unerheblich.

Bei dieser Form der Zeiterfassung gibt es zwei grundsätzlich unterschiedliche Arten der Erfassung:

  • online Erfassung der Uhrzeiten (Anfang, Ende) über Terminal oder Bildschirm
  • nachträgliche Erfassung der Zeitdauer (Stunden, Minuten) über entsprechende Masken im Zeiterfassungsprogramm.

Diese Erweiterung der Funktion eines Zeiterfassungssystems unterscheidet sich von einer BDE-Lösung v.a. dadurch, dass die „Kontierung“ der Zeiten auf eine Ebene beschränkt ist. Also kann ein Mitarbeiter seine Anwesenheits- bzw. Arbeitszeit mit keiner oder maximal einer Zusatzinformation kontieren. Die Grenze zu einem BDE System ist somit nicht fließend sondern klar damit definiert.

Natürlich muss das Zeiterfassungsprogramm in der Lage sein diese Zusatzinformationen in der benötigten Form und Skalierung auszuwerten und auch als Schnittstelle für andere Systeme bereitstellen können. Damit können mit einfachen Mitteln wichtige Betriebsdaten ermittelt werden.