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Jobsharing in der Zeiterfassung

Jobsharing wird aktuell viel diskutiert, aber was bedeutet diese Arbeitsform eigentlich genau und wie ist dies umsetzbar? Kann eine Zeiterfassung dieses Arbeitsmodell überhaupt abbilden?

Genau genommen werden unter Jobsharing 3 unterschiedliche Modelle verstanden. Top Sharing bzw. Job-Pairing bezeichnet die Aufteilung unternehmerische Aufgaben auf mehrere Personen. Job-Splitting hingegen bedeutet, dass ein Arbeitsplatz (in der Regel eine Vollzeitposition) von unterschiedlichen Personen besetzt wird.

Job-Pairing oder Top-Sharing stellt für ein Zeiterfassungs-System keine spezielle Herausforderung dar, da dieses Modell nicht die Anwesenheitszeiten der einzelnen Mitarbeiter kennzeichnet sondern nur ihre jeweiligen Aufgaben oder Funktionen. Beim Job-Splitting liegt die Sache aber ganz anders:

Job-Splitting in der Zeiterfassung

Job-Splitting setzt voraus, dass die betroffenen Mitarbeiter in einem Teilzeit-Dienstverhältnis beschäftigt sind. Da somit gewisse Regeln einzuhalten sind, hat jeder Mitarbeiter eine gewisse Mindest-Sollzeit zu erfüllen. Diese Sollzeit kann auf alle Wochentage (z.B. jeden Tag 2 Std.) oder nur auf bestimmte Tage verteilt werden.

Je nach Vereinbarung erfolgt die Entlohnung nach den tatsächlich erbrachten Arbeitszeiten, soweit bestimmte, vereinbarte Grenzen nicht unterschritten oder überschritten werden. Genau dafür ist die Nutzung eines Zeiterfassungs-Systems sinnvoll und hilfreich.

Das System erfasst nun die tatsächlichen Zeiten und diese können, sobald die Mindest-Zeit überschritten wird als Mehrstunden am Periodenende (meistens Monatsende) für die Gehaltsabrechnung herangezogen werden.

Geht einer der Mitarbeiter in den Urlaub oder wird krank, haben die anderen Mitarbeiter die Wochenstunden zu erfüllen. Die Abwesenheit Urlaub oder Krank darf im Zeiterfassungssystem keine Minus-Stunden erzeugen. Deshalb ist es notwendig auch für diese Tage im System eine fiktive Sollzeit, die der Mindestwochenstundenzahl entspricht zu hinterlegen.

Dadurch ermöglicht dieses Beschäftigungsmodell dem Arbeitgeber die Gewissheit, dass die Funktionen an allen Arbeitstagen von einem der Job-Splitting Mitarbeiter wahrgenommen werden, jedoch in Summe der Personalaufwand einem Vollzeit-Mitarbeiter (FTE = full time equivalent) entspricht.