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Die Zukunft der Zeiterfassung

Die Zukunft der Zeiterfassung wird nicht nur durch laufende Änderungen der gesetzlichen Vorgaben geprägt.

Das Thema Arbeitszeit ist in Österreich aktueller denn je. Die vielen Diskussionen rund um das neue Arbeitszeitgesetz haben natürlich auch die Frage nach der Erfassung der Arbeitszeiten wieder belebt.

Gerade jetzt wird auch das Arbeitsinspektorat nicht nur im Verdachtsfall einer Arbeitszeit Überschreitung von den Unternehmern die ordnungsgemäßen Nachweise der tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden der Mitarbeiter verlangen. Auch seitens der Arbeitgeber besteht erhöhtes Interesse die Arbeitszeiten der Mitarbeiter zu dokumentieren, denn nur dann wird Klarheit darüber bestehen wann und in welcher Höhe allfällige Überstunden auszuzahlen sind.

Am Einsatz einer elektronischen Zeiterfassung wird aktuell kaum noch ein Unternehmen vorbei kommen. Österreich ist aber ohnehin ein Vorreiter in der Nutzung moderner Zeiterfassungs-Systeme. Bereits im Jahr 2009 hat eine repräsentative Studie gezeigt, dass in Österreich mit 79% aller befragten Betriebe fast mehr als doppelt so viele Unternehmen eine IT-basierte Zeiterfassung einsetzen wie in USA (42%).

Aktuell müssen Österreichische Betriebe, die eine neue Zeiterfassung implementieren wollen bei vielen Anbietern mit Wartezeiten von mehreren Monaten rechnen. Die Installation und Einrichtung einer Software für Zeiterfassung erfordert kompetente Fachkräfte, von denen es offensichtlich zu wenig gibt.

Wie lange wird der Boom im Zeiterfassungs-Geschäft noch anhalten?
Auch wenn in Österreich fast 100% aller größeren Betriebe (>50 Mitarbeiter) bereits eine IT-basierte Zeiterfassung nutzen, gibt es laufend technologische, funktionale und organisatorische Beweggründe das System zu ersetzen. Aktuell besteht bei sehr vielen Betrieben ein Trend des Outsourcings von IT-Leistungen. Für praktisch alle betrieblichen Anwendungen werden seitens der Software Anbieter bereits Standard-Lösungen für Online- oder Cloud-Applikationen auf Basis von Nutzungsverträgen statt Lizenzkauf angeboten. Häufig wird dafür auch der Begriff SaaS (Software as a Service) verwendet. Zeiterfassung als SaaS- oder Cloudlösung wird auch bereits von vielen Zeiterfassungs-Anbietern als Alternative oder als einzige Lösungsoption angeboten.

Auch die Methode der Arbeitszeiterfassung ändert sich rapide. Während vor wenigen Jahren dafür fast ausschließlich elektronische Stempeluhren (Terminals) verwendet wurden, werden dafür heute meist PCs als Webterminal oder APPs für Smartphones und Tabletts genutzt.

All dies führt auch dazu, dass die notwendigen Finanz Investitionen in eine neue Zeiterfassung heute deutlich geringer sind als noch vor wenigen Jahren. Der Schluss liegt daher nahe, dass die Zukunft der Zeiterfassung gesichert ist und dass sich keine Alternativen anbieten.