Handschlag Meeting

Altersteilzeit in Verbindung mit Zeiterfassung


Sowohl für staatliche Förderstellen, als auch für Arbeitgeber und Arbeitnehmer wird Altersteilzeit in Verbindung mit Zeiterfassung eine Voraussetzung sein.

Viel ist in diversen Medien über die Altersteilzeit zu lesen. Vor allem die stark steigende Zahl von Personen und Unternehmen, die dieses Förderpaket des Staates in Anspruch nehmen veranlassen uns das Thema Altersteilzeit in Verbindung mit Zeiterfassung zu beleuchten. Die rechtlichen Rahmenbedingungen und die unterschiedlichen Modelle – kontinuierliche Reduktion oder Blockzeitmodell – werden u.a. in diversen Plattformen der Interessensvertretungen (WKO / Arbeiterkammer / Gewerkschaft) ausführlich beschrieben. Außerdem bietet ein kürzlich erschienener Artikel in der Tageszeitung Kurier einen guten Überblick über das Thema (https://kurier.at/wirtschaft/altersteilzeit-was-bringt-kuerzer-arbeiten-im-alter/400013452 ).

Das aktuelle Regierungsprogramm sieht zwar gewisse Einschränkungen für dieses Förderprogramm vor (stufenweise Erhöhung des Antrittsalters um 2 Jahre), aber es ist davon auszugehen, dass dennoch die Zahl der Teilnehmer an diesem Programm steigen wird. Antrags- und auszahlende Stelle der Förderung für die betroffenen Unternehmer und Dienstnehmer ist das Arbeitsmarktservice (AMS). Auch die jüngst geführten Diskussionen über geplante Budgetkürzungen für das AMS werden dazu führen, dass das AMS eine lückenlose Dokumentation der tatsächlichen Arbeitszeiten der betroffenen Mitarbeiter einfordern wird.
Unter lückenloser Dokumentation sind v.a. die Auswertungen der Zeiterfassung zu verstehen. Dies betrifft nicht nur den Zeitraum nach Antritt der Altersteilzeit sondern auch den Zeitraum vor Antritt der Altersteilzeit. Der Arbeitgeber muss u.a. nachweisen, dass der/die betroffenen Mitarbeiter innerhalb der letzten 12 Monate vor Antritt der Altersteilzeit zumindest 60% der kollektivvertraglich festgelegten Normalarbeitszeit gearbeitet haben.

Unabhängig vom gewählten Modell der Altersteilzeit wird das AMS auch eine vollständige Dokumentation der tatsächlichen Arbeitszeiten aller betroffenen Mitarbeiter in der Altersteilzeit-Periode (bis zu 5 Jahre) einfordern.
Altersteilzeit in Verbindung mit Zeiterfassung wird daher zu einer Grundvoraussetzung.
Unabhängig davon, ob die Teilzeitvereinbarung für bestimmte Mitarbeiter auf Basis einer Altersteilzeit oder aus anderen Gründen geschlossen wird erfordert das Teilzeitmodell immer eine besondere Beachtung in Bezug auf die Zeiterfassung. Nur mit Hilfe eines Zeiterfassungs-Systems wird es für Arbeitgeber und Arbeitnehmer möglich sein einen Nachweis über die tatsächliche Einhaltung der vereinbarten wöchentlichen Arbeitszeiten zu liefern.
Natürlich muss man auch davon ausgehen, dass Teilzeitmitarbeiter vermehrt an Gleitzeitmodellen teilnehmen werden. Gleitzeitmodell bedingen, dass für betroffene Mitarbeiter Zeitkonten geführt werden und somit jeweils aktuelle Zeitsalden abrufbar sind. Die Berechnung und Bewertung von Zeitsalden erfordert für Teilzeitmodelle besondere Aufmerksamkeit. Auch dazu finden Sie bereits einige Beiträge in diesem Blog (z.B.: https://www.gecosoft.at/blog/zeitsaldenberechnung-bei-teilzeitmitarbeitern/ ).