Zeiterfassung - Wiki
Zeiterfassung:
Häufig verwendete Synonyme für diesen Begriff sind auch:
o Arbeitszeiterfassung
o Personalzeiterfassung
o Anwesenheitszeiterfassung
o Positivzeiterfassung
o Zeitwirtschaft
o Zeitabrechnung
Bei Gecosoft verstehen wir unter Zeiterfassung ein EDV gestütztes System zur
Ermittlung der tatsächlichen Arbeitszeiten von Mitarbeitern in einem
Unternehmen. Basis so eines Systeme ist jedenfalls ein Softwareprogramm. Je
nach Anforderung des Anwenders wird ein Zeiterfassungs-System weit über den
Ersatz einer manuellen Aufzeichnung von
Arbeitsbeginn und Arbeitsende oder die Verwendung von Stempelkarten /
Stempeluhren hinausgehen. Im Folgenden
wird auf die Möglichkeiten und Grenzen so eines Systems detailliert
eingegangen.
Für das Verständnis der Funktion eines Zeiterfassungssystems ist es notwendig einige Grundbegriffe und Elemente so eines Systems zu definieren:
Zeiterfassungs-Systeme:
Hier geht es tatsächlich um die „Erfassung“ von Zeitereignissen, also um die Ermittlung und Dokumentation einer „Anfangs- und Endzeit“.
Zeiterfassungs-Terminals: In der Regel werden für die Erfassung elektronische Gerät verwendet, die über eine Echtzeituhr verfügen. Jeder Mitarbeiter besitzt ein „Medium“ (meist ein elektronischer Ausweis oder ein berührungslos lesbarer Chip, der sich z.B. auf einem Schlüsselanhänger befindet). Dieses Medium ist mit einer eindeutigen „Nummer“ versehen, die dem Mitarbeiter zugeordnet wird. Durch Hinhalten, Einstecken oder Durchziehen des Mediums kann das Zeiterfassungs-Terminal diese Nummer lesen. Zeiterfassungs-Terminals erlauben es durch Betätigen zusätzlicher Funktionstasten zusätzliche Informationen zu verarbeiten. Meist handelt es sich dabei um Tasten für die Begriffe „Kommen“, „Gehen“, etc. Zusätzlich gibt es Tasten mit denen individuelle Mitarbeiter Informationen, wie z.B. Resturlaubsstand, Zeitsalden, oder Ähnliches in Verbindung mit der Eingabe des Mediums abgefragt werden können. Zeiterfassungs-Terminals benötigen eine Datenkommunikation zu einem Computer auf dem das Programm „Zeiterfassung“ installiert ist. Moderne System erlauben eine Online-Verbindung zum Zeiterfassungsprogramm, so dass das Zwischenspeichern der erfassten Daten im Terminal nur dann erforderlich ist, wenn es ein temporäres Verbindungsproblem mit dem Computer gibt.Je nach Bauart und Datenverbindung sprechen wir von „Stationären“ oder „Mobilen“ Terminals. Stationäre Terminals sind heute mit integriertem Netzwerkadapter oder WLAN-Adapter ausgestattet und sind vollständig in das LAN/WAN des Anwenders integriert. Bei Mobilen Terminals unterscheidet man zwischen Geräten, die über Mobilfunk oder WLAN, wie ein stationäres Terminal Online in das System integriert sind oder um Geräte, die nur die Daten und Zeiten sammeln und diese dann mittels Auslesegerät an den Computer übertragen. Mobile Terminals sind daher v.a. für den Einsatz im Außendienst geeignet.
Bildschirmerfassung:
Anstelle eines Terminals kann auch ein PC eingesetzt werden. Je nach Ausbau und
Funktion des Zeiterfassungsprogramms ist dafür ein „Client“ notwendig oder der
Aufruf einer Buchungsmaske über einen Browser (WEB-Terminal). Bei der
Bildschirmerfassung ist zu berücksichtigen, dass meist kein
„Ausweisleser“ zu Verfügung steht und der Mitarbeiter sich deshalb durch
Eingabe persönlicher Kennzahlen (Benutzer, Passwort, etc..) identifizieren
muss.
Der Nutzen einer Zeiterfassung:
Neben der reinen „Erfassung“ der Zeiten
leistet ein Zeiterfassungs-System heute natürlich wesentlich mehr. Die
Zeiten der reinen Anwesenheitskontrolle sind vorbei. Gesetzliche Vorgaben
zwingen jeden Unternehmer aufgrund der tatsächlich geleisteten Arbeitszeiten
der Mitarbeiter lohnrelevante Daten und andere arbeitsrechtliche Parameter zu
ermitteln. Ein Zeiterfassungs-System ist deshalb für die effiziente Ermittlung
dieser Werte eine hilfreiche Stütze und leistet einen messbaren Beitrag zur
Steigerung der Produktivität in der Verwaltung. Je mehr Funktionen eines
Zeiterfassungs-Systems genutzt werden, desto höher der Nutzen. Im Folgenden
werden die wichtigsten Funktionen beschrieben:
Funktionen der Zeiterfassung:
Bevor auf die unterschiedlichen
Funktionen einer Zeiterfassung eingegangen wird, müssen weitere Begriffe
definiert und spezifiziert werden. In jedem Zeiterfassungssystem
müssen z.B. Stammdaten angelegt und gepflegt werden. Zu den Stammdaten
zählt v.a. der Personalstamm in dem alle Daten der Mitarbeiter, die für
das gesamte System relevant sind gespeichert sind. In den meisten Fällen wird
es eine Synchronisation, einen Abgleich oder eine Integration mit anderen
HR-System, wie z.B. der Lohn- und Gehaltsabrechnung geben. Im Personalstamm
werden neben den persönlichen Daten (Name, Adresse,.. Foto), den Unternehmens
bezogenen Daten (Pers.Nr., Abteilung, Funktion, etc..) v.a. die Parameter
festgelegt, die für „seine“ Zeitabrechnung relevant sind. Dazu zählen u.a.
folgende Elemente, die selbst wieder zu den Stammdaten des Systems zählen:
- Feiertagskalender (z.B. abhängig vom Religionsbekenntnis oder der regionalen Zuordnung)
- Zeitmodell
- Schichtmodell
- Lohnmodell
- Etc…
In der Regel finden sich im Personalstamm eines Zeiterfassungssystems keine Geldwerte der Gehaltsabrechnung. Zeiterfassungs-Systeme basieren immer - zum Unterschied der Gehaltsabrechnung - auf Zeitwerten und nicht auf Geldwerten.
Anwesenheitskontrolle
Natürlich liefert eine Zeiterfassung Informationen über die Anwesenheiten der
Mitarbeiter. Moderne Online-System können deshalb jederzeit Listen oder
Bildschirmanzeigen von an- oder abwesenden Mitarbeitern bereitstellen. Voraussetzung dafür ist
natürlich, dass die Mitarbeiter ihre An- und Abwesenheit über ein
Erfassungs-System dokumentieren (Terminal/Bildschirm) und dass geplante
oder andere Abwesenheiten, wie z.B.
Urlaube, Dienstreisen, etc.. im System erfasst und gepflegt werden.
Leistungsfähige Systeme können deshalb neben der physischen Anwesenheit von
Personen im gesamten Betrieb oder in einzelnen Bereichen auch die Gründe der
Abwesenheiten und deren voraussichtliche Dauer anzeigen. Dies ist v.a. für
Telefonzentralen und ähnliche Serviceeinrichtungen einer Organisation ein
großer Nutzen.
Ebenso dient die Funktion einer Anwesenheitskontrolle dazu, ungeplante
Abwesenheiten (z.B. Krankheit) rechtzeitig zu erkennen und entsprechende
Maßnahmen einzuleiten. In vielen Organisationen werden deshalb aus dem
Zeiterfassungs-System täglich zu bestimmten Zeiten Listen abgefragt, aus denen
ersichtlich ist, welche Mitarbeiter ungeplant nicht an ihrem Arbeitsplatz
erschienen sind.
Bruttoarbeitszeit
/ Anwesenheitszeit
Die Eckdaten jeder Zeiterfassung sind immer die täglichen Beginn- und Endzeiten
der Arbeit, die sich aus den erfassten Buchungen ergeben. Je nach Organisation
und betrieblichen Vorgaben werden in Zeiterfassungs-Systemen oft nur die
„Anwesenheitszeiten“ erfasst und
gebucht. Die Zeitspanne zwischen diesen Ereignissen (Kommen / Gehen) wird als
Bruttoarbeitszeit oder Anwesenheitszeit bezeichnet. Je nach betrieblichen
Vorgaben, aber zumindest nach den unabdingbaren Paragraphen des
Arbeitszeitgesetzes müssen für die Berechnung der tatsächlichen Arbeitszeit
oder Nettoarbeitszeit Zeiten für einzuhaltende Pausen oder Unterbrechungen
abgerechnet werden. Das Österreichische Arbeitszeitgesetz sieht daher eine
gesetzliche Pflicht des Arbeitgebers vor die täglichen Arbeitszeiten aller
Mitarbeiter aufzuzeichnen und dem Arbeitsinspektorrat jederzeit vorzulegen.
Nettoarbeitszeit
Abwesenheiten
Ruhezeiten
Gleitzeit
Zeitausgleich
Überstunden
Zulagen
Lohnarten
Bruttolohnermittlung
Gecosoft bietet hier eine Lösung an.