Beiträge

rfid chip schlüsselanhänger

Der RFID Ausweis – Nur eine Stempelkarte?

Was er neben Zeitbuchungen noch alles kann.

Fast jeder besitzt einen. Einige wissen nicht, dass sie ihn besitzen, manche nutzen ihn täglich: Den RFID Ausweis. Die Technologie hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten rasant entwickelt und die entsprechenden Anwendungen begegnen uns immer häufiger im täglichen Leben. Ich behaupte RFIDs sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken…

 

Was ist RFID?

die kontaktlose Identifikation eines Mediums (Ausweis, Schlüsselanhänger, Armband, etc.) wird heute mittels RFID (Radio Frequency IDentification) Technologie bewerkstelligt. Bevor wir uns mit den technischen Raffinessen des RFID Chips beschäftigen wollen wir die Anwendungsmöglichkeiten erörtern. Wo also helfen sie uns bzw. bei welchen Anwendungen bedienen wir uns der RFID Medien?

 

In allen Lebensbereichen hilft und unterstützt uns die Technologie; Privat und im Berufsleben. Einige Anwendungsbereiche sind:

 

Bezahlkarten

Maestro, Visa, Master-Card, etc. sind Karten mit eingebauten RFID Chips und erlauben uns berührungslos zu bezahlen. Technisch gesehen wäre es uns möglich jeden Bezahlungsvorgang berührungslos zu erledigen. Um einen durch Missbrauch verursachten Schaden in Grenzen zu halten wurde eine Begrenzung pro Bezahlvorgang und eine Begrenzung der Anzahl der Bezahlvorgänge eingeführt.

 

Warenidentifikation

Spezielle RFID Medien werden mit dazu passenden Lesegeräten in großen Mengen ausgelesen. Mit dieser Pulk-Lesung können z.B. Waren auf einer Palette rasch erfasst werden. Eine Inventarisierung ist rasch möglich.

Würden z.B. alle Waren in einem Supermarkt mit diesen RFID Chips ausgestattet sein, könnte der Bezahlvorgang wie auch die Lagervorratshaltung automatisiert werden.

Identifizierung von Personen/Tieren

In vielen Ländern werden RFID Chips in Pässen, Personalausweis und anderen amtlichen Dokumenten verbaut. Einige Länder bedienen sich einem Chip, der unter die Haut eingepflanzt wird, sowohl beim Tier als auch beim Menschen. Neben der Identifikation des „Chip-Trägers“ können im Notfall Individuumspezifische Informationen ausgelesen werden.

 

RFID im Schlüssel

Zusätzlich zum mechanischen Fahrzeugschlüssels werden Transponder für eine elektronische Wegfahrsperren genutzt. Wird der Autoschlüssel in das Schloss gesteckt, wird der RFID Chip ausgelesen. Auch für Türschlösser wird dieses System verwendet. Ein mechanisches kopieren des Schlüssels öffnet somit die Türe nicht.

 

Kontaktlose Chipkarten

vom Skipass bis zur wieder aufladbaren Fahrkarte für öffentliche Verkehrsmittel. Von der Zeiterfassungs-/Zutrittskarte bis zur Bezahlkarte. Von der Eintrittskarte bis zur Mitgliedskarte (z.B. Fitness, Bibliothek, etc). Die Kontaktlosen Chipkarten sind überall.
RFID-Chip auf Mülltonne

In den Bezirken Kitzbühel und Kufstein wird die Müllvorschreibung nach tatsächlich gemessenere Müllentsorgung getätigt. Das auf RFID basierende Müllmesssystem wurde bereits 1993 eingeführt.

 

Welche Anwendungen u.a. noch kommen könnten:

 

Fahrzeugidentifikation
Die mit RFID ausgerüsteten Nummernschilder identifizieren sich beim vorbei fahren an Lesegeräten. Damit sind Zugangskontrollen für Garagen, Innenstadtmautsysteme, Section-Control-Geschwindigkeitsmessungen möglich. Die Gültigkeiten von Zulassung und Versicherungsschutz können so immer überprüft werden. Theoretisch ist das Erstellen von Wegprofilen auch kein Problem.
Banknoten

Um Geldfälschung vorzubeugen wird überlegt in Banknoten einen RFID Chip einzubauen. Zudem ist eine Dokumentation des Umlaufs theoretisch möglich.

 

 

Die RFID Technik:

Es gibt zwei Arten des RFID Chips: Aktiver und Passiver Transponder.

Der Passive RFID Chip braucht keine eigene Stromversorgung sondern bezieht seine Energie aus dem Induktionsfeld der Lesers. Alle modernen Zeiterfassungssysteme, Zutrittskontrollen aber auch Bezahlvorgänge im Supermarkt, in Kantinen oder auch die Benutzung an Druckern, Kaffeeautomaten, etc. nutzen diese Technologie. Passive Transponder sind aufgrund Ihrer Bauart einfach, robust und relativ kostengünstig.

Im Gegensatz zum Passiven RFID Transponder, braucht der Aktive eine eigene Stromversorgung (i.d.R. Batterie). Neben Speicherung von größeren Datenmengen ist die Reichweite der Kommunikation zur Leseeinheit das wichtigste Anwendergebiet, wie z.B. das Öffnen von Garagentoren.

 

In einem der nächsten Blogs werden die Fragen beantwortet: Welche RFID Techniken gibt es (Mifare, Legic, HiTag, etc.) – und – Was hat RFID mit NFC (Near Field Communication) zu tun?